Wido Löffler

Systems Engineer & Projektmanager (Automotive)

Fachlicher Lead für standortübergreifende SE‑Kompetenzen: Frameworks, Trainings, Toolchains und planbare Projektdelivery.


Ich bin Systems Engineer und Projektmanager mit 17+ Jahren Automotive‑Erfahrung. Vom Infotainment‑Testmanagement über Projektleitung (Connected Car) bis zu E/E‑ und Gesamtfahrzeug‑Umfängen (u. a. Audi e‑tron GT).Heute liegt mein Schwerpunkt auf Capability Building: Als fachlicher Lead koordiniere ich ein standortübergreifendes SE‑Kompetenznetzwerk (Requirements, Architektur/Netzwerke, Cross Functions, Funktionsentwicklung, Component Development), entwickle Methoden/Frameworks weiter und skaliere Wissen über Trainings. Parallel bringe ich diese Themen in Projekten in die Umsetzung – damit Systems Engineering organisationsweit wirksam wird.Wenn Sie jemanden suchen, der SE‑Kompetenzen aufbaut und komplexe Projekte steuert: Kontakt per LinkedIn oder E‑Mail.

Kurzprofil

Ich bin Systems Engineer und Projektmanager mit 17+ Jahren Automotive‑Erfahrung – vom Infotainment‑Testing/Testmanagement über Projektleitung (Connected Car) bis zu E/E‑ und Gesamtfahrzeug‑Umfängen (u. a. Audi e‑tron GT).
Bei EDAG verantworte ich neben Projektdelivery auch Capability Building: SE‑Kompetenzen bündeln, Methoden weiterentwickeln, ein Produktentwicklungs‑Framework etablieren und Schulungen skalieren, damit Systems Engineering nicht „Einzeldisziplin“, sondern organisationsweit wirksam wird.


Was mich auszeichnet (Capability Builder + Delivery)

  • SE als Organisationsfähigkeit: Rollen/Artefakte/Entscheidungslogik so definieren, dass SE im Alltag skaliert (nicht nur bei Spezialisten).

  • Methoden in Wirkung übersetzen: Workshops → Standards/Framework → Trainings → Anwendung in Projekten.

  • Brücke zwischen Bits, Bolts & Business: Technik‑Tiefe + Stakeholder‑Management bis Steering.

  • Lieferfähigkeit sichern: Traceability von „Intent → Umsetzung → Evidence“, Risiko-/Reifegradsteuerung, klare Schnittstellen.


Kernkompetenzen

Capability Building: Systems Engineering als Organisationsfähigkeit

  • Fachlicher Lead / Koordination eines standortübergreifenden SE‑Kompetenznetzwerks über folgende Kernkompetenzen: Requirements Engineering · Architecture & Networks · Cross Functions (z. B. Diagnose, Remote Update/OTA) · Function Development · Component Development

  • Methoden- & Framework‑Entwicklung: Workshops → Prozess-/Artefakt‑Bausteine → Produktentstehungs‑Framework

  • Kontinuierliche Verbesserung: Framework‑Bausteine in praktischen Anwendungen getestet, evaluiert und iterativ verbessert


Enablement

  • Trainingsportfolio aufgebaut und skaliert (insgesamt 150–200 Mitarbeitende geschult)

  • Eigene Schulung entwickelt: „Gesamtfahrzeugentwicklung für Component Owner & Function Owner“ (~140 Folien)

  • Lessons Learned systematisiert und in Standards/Guidelines überführt

  • Mitarbeit in Arbeitsgruppe Kompetenzmanagement (Kompetenzen identifizieren, beschreiben, gezielt entwickeln)


Projekt- & Stakeholder‑Management

  • Agil/hybrid, von Feature‑Teams bis Steering; Entscheidungs‑ und Risikomanagement, Reifegrad-/Abhängigkeitssteuerung

  • „Übersetzer“ zwischen **Technik, Organisation und Management✱

  • Internationale Standort‑Koordination (USA/China – San Francisco & Peking), inkl. synchroner Abstimmung von Reifegrad, Findings und Maßnahmen

  • Large‑Group Planning / Execution: Abnahmefahrten als „Mini‑Programm“ geplant (Route, Varianten, Logistik) und mit bis zu 60 Teilnehmenden über 5 Tage durchgeführt

  • Schnittstellenmanagement zwischen Entwicklung, QS und Gesamtfahrzeugentwicklung – mit klarem Plan, klaren Rollen und belastbarer Dokumentation


Tooling / IT‑Landscapes

  • ALM / PLM / CI/CD: Einführung, Integration, Customizing (Ziel: schnellere, verlässlichere Entwicklung & Nachweisführung)


Component Development (Mandat)

  • Kompetenzverantwortung (Capability Owner): Weiterentwicklung der Kompetenz „Component Development“ (Trainings, Lessons Learned, Vorgehensweisen/Standards)

  • Projektmandat (Delivery): Integration & Change‑Steuerung, damit Komponenten im Gesamtfahrzeugkontext Anforderungen nachweisbar erfüllen

Artikel

Projekte

Ausgewählte Projektstationen

EDAG – Systems Engineering Professionalization (Capability Building)

Rolle: Koordination interdisziplinäres SE‑Kompetenzteam
Scope: ca. 5 Kernpersonen (Kompetenzen: Architektur, Netzwerke, Requirements, Cross Functions wie Diagnose/Remote Update, Funktionsentwicklung, MBSE/MPSE)

  • Know‑how aus Gesamtfahrzeugentwicklung konserviert, weiterentwickelt und in die Organisation getragen

  • Methoden‑Workshops moderiert/strukturiert; daraus ein Framework für Produktentwicklung abgeleitet

  • Schulungsportfolio aufgebaut und skaliert; eigene Schulung entwickelt („Gesamtfahrzeugentwicklung für Component/Function Owner“, ~140 Folien)

  • Insgesamt >500 Mitarbeitende geschult (Portfolio inkl. eigener Schulung)


EDAG – Systems Engineer & Projektmanager (Organisation + Projekte)

Rolle: Systems Engineer & Projektmanager
Fokus: Produktprozesse, Projektorganisation, Arbeitsmethodik (E/E & Gesamtfahrzeug) + Kunden-/Projektumfänge

  • SE‑Methoden & Traceability praxistauglich machen (inkl. Toolchain‑Anbindung)

  • Stakeholder‑Alignment vom Team bis Steering

  • Component Development Mandat: Integration & Change‑Steuerung zur Anforderungserfüllung


Kunde (Automotive) – Agile Systems Engineering / SE‑Framework & ASPICE‑Unterstützung

Rolle: Consultant Agile Systems Engineering (Bremssystem‑Umfeld)
Zeitraum: 10/2022 – 12/2024

  • Konzern‑SE‑Framework angewendet/an Projektkontext angepasst

  • Funktionsentwicklung operationalisiert

  • Unterstützung in Richtung Automotive SPICE Level 2 (prozessorientierte Nachweisführung)


Konzeptprojekt – Truck‑Trailer Kupplungssystem (ASIL‑D)

Rolle: Konzeptentwickler / Entscheidungs­vorbereitung
Zeitraum: 04/2025 – 07/2025

  • Product Shaping, Requirements‑Analyse, zukunftssichere Architektur

  • Tooling-/Kompetenzanalyse (A-SPICE / Safety) + Projektplanung (WBS)


Audi e‑tron GT – E/E Konzept & Serienüberführung (Gesamtfahrzeug‑Kontext)

Rolle: Projektleitung E/E‑Konzept (und anschließende Serienentwicklung im Übergang)

Team / Setup

  • Kernteam ca. 5 Mitarbeitende, eigenes Team Infotainment/Connect ca. 10 Mitarbeitende

  • Zusammenarbeit mit insgesamt 4 Teams

  • Komponentenverantwortung für ca. 10 Einzelkomponenten

Beitrag

  • E/E‑Konzept inkl. Plattformanalyse (Reuse vs. Neuentwicklung) und Hardware-/Fahrzeugarchitektur

  • Übergang Konzept → Serie strukturiert (Entscheidungen, Schnittstellen, Umsetzungslogik)

  • SOP planstabil erreicht (ohne Terminverschiebung im Projektverlauf)


Connected Car – Online‑Dienste & Apps

Rolle: Projektleiter
Zeitraum: 08/2015 – 08/2017

  • Online‑Dienste im Fahrzeug und mobile Apps, Funktionsentwicklung, Testing und stufenweises Rollout

  • Koordination zwischen Entwicklung, Absicherung und Stakeholdern


Infotainment – Testmanagement / Systemanalyse (frühe Jahre)

Rolle: Testmanager
Zeitraum: 2007 – 2015 (kompakt zusammengefasst)
Kontext
Qualität und Reifegrad von Premium Infotainment‑Systemen absichern. Über mehrere Varianten, Releases und internationale Schnittstellen hinweg.

  • Internationale Abstimmung und Koordination mit Standorten in San Francisco und Peking (inkl. Dienstreisen), um Themen/Findings, Reifegrad und nächste Schritte synchron zu halten

  • Erprobungsfahrten selbst durchgeführt (Fahrleistung über die Zeit >150.000 km), inklusive strukturierter Dokumentation von Findings und Rückführung in Entwicklung/Absicherung

  • Abnahmefahrten (Sign‑off Drives) geplant und orchestriert: Route, Fahrzeugvarianten, Logistik/Hotels, Tagesabläufe

  • Moderation der Zusammenarbeit zwischen entwickelnden Fachabteilungen, Qualitätssicherung und Gesamtfahrzeugentwicklung (OEM)

  • Spitzenumfang: bis zu 60 Teilnehmende, 5 Tage, quer durch Europa (eine Abnahmefahrt)

ImpressumAngaben gemäß § 5 DDGVerantwortlich für den Inhalt dieser WebsiteWido Löffler
Mallersdorfer Weg 10
91792 Ellingen
Deutschland
E Mail: [email protected]Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 18 Abs. 2 MStV:
Wido Löffler, Anschrift wie oben.
Diese Website ist ein persönliches Online Portfolio von Wido Löffler mit Informationen zu beruflichen Schwerpunkten und Projekten. Es handelt sich nicht um ein Angebot zur Rechtsberatung oder steuerlichen Beratung.Haftung für InhalteDie Inhalte dieser Website wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte kann ich jedoch keine Gewähr übernehmen. Als Diensteanbieter bin ich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen für eigene Inhalte auf diesen Seiten verantwortlich. Eine Verpflichtung zur Überwachung übermittelter oder gespeicherter fremder Informationen besteht jedoch nicht.Verpflichtungen zur Entfernung oder Sperrung der Nutzung von Informationen nach den allgemeinen Gesetzen bleiben hiervon unberührt. Eine diesbezügliche Haftung ist jedoch erst ab dem Zeitpunkt der Kenntnis einer konkreten Rechtsverletzung möglich. Bei Bekanntwerden entsprechender Rechtsverletzungen werde ich diese Inhalte umgehend entfernen.Haftung für LinksDiese Website enthält möglicherweise Links zu externen Websites Dritter, auf deren Inhalte ich keinen Einfluss habe. Deshalb kann ich für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber verantwortlich. Verlinkte Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werde ich derartige Links umgehend entfernen.UrheberrechtDie durch den Seitenbetreiber erstellten Inhalte und Werke auf diesen Seiten unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechts bedürfen der schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors bzw. Erstellers. Downloads und Kopien dieser Seite sind nur für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch gestattet, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben.Soweit Inhalte auf dieser Seite nicht vom Betreiber erstellt wurden, werden die Urheberrechte Dritter beachtet. Insbesondere werden Inhalte Dritter als solche gekennzeichnet. Sollten Sie trotzdem auf eine Urheberrechtsverletzung aufmerksam werden, bitte ich um einen entsprechenden Hinweis. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werde ich derartige Inhalte umgehend entfernen.

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• Recht auf Datenübertragbarkeit nach Art. 20 DSGVO
• Recht auf Widerspruch gegen die Verarbeitung nach Art. 21 DSGVO
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Sie können sich hierzu jederzeit über die im Impressum bzw. oben genannten Kontaktdaten an mich wenden.Beschwerderecht bei einer AufsichtsbehördeDarüber hinaus haben Sie das Recht, sich bei einer Datenschutz Aufsichtsbehörde über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu beschweren, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung gegen die DSGVO verstößt. Zuständig ist in der Regel die Aufsichtsbehörde Ihres üblichen Aufenthaltsortes, Ihres Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmaßlichen Verstoßes.2.7 DatensicherheitDatensicherheitIch nutze geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, um Ihre Daten vor Verlust, Missbrauch, unbefugtem Zugriff, Offenlegung, Veränderung oder Zerstörung zu schützen.Wenn ich in Zukunft eine verschlüsselte Verbindung (z. B. HTTPS mit TLS) einsetze, erkennen Sie dies in der Regel an der Adresszeile des Browsers und dem Schlosssymbol. Über eine verschlüsselte Verbindung übermittelte Daten können in der Regel nicht von Dritten mitgelesen werden.2.8 Aktualität und Änderung dieser DatenschutzerklärungÄnderungen dieser DatenschutzerklärungIch behalte mir vor, diese Datenschutzerklärung anzupassen, damit sie stets den aktuellen rechtlichen Anforderungen entspricht oder um Änderungen meiner Leistungen in der Datenschutzerklärung abzubilden, zum Beispiel bei der Einführung neuer Funktionen oder Dienste.Für Ihren erneuten Besuch gilt dann die jeweils aktuelle Datenschutzerklärung.

Nexus V: Eine neue, entscheidungszentrierte Sicht auf das V-Modell in regulierten Industrien


Wenn wir in Automotive, Medizintechnik oder Luftfahrt über Entwicklung sprechen, landen wir früher oder später beim V-Modell. Gleichzeitig arbeiten unsere Teams längst agil, iterativ, verteilt und datengetrieben. Das Ergebnis kennen viele von uns nur zu gut:
Water-Scrum-Fall. Spezifikationen, die am Anfang Hochglanz bekommen und dann veralten. Traceability als Pflichtübung. Architekturentscheidungen, die in Meetings getroffen und danach nie wieder gefunden werden. Audits, die sich anfühlen wie ein eigenes Projekt neben dem Projekt.Genau in diesem Spannungsfeld ist Nexus V entstanden. Es ist kein neues Prozessmodell und keine neue Notation, sondern eine alternative Interpretation des V-Modells für regulierte Umfelder: eine integrierte Sicht auf Dinge, die wir schon kennen, verbunden durch einige bewusste neue Entscheidungen.


Was ist Nexus V in einem Satz?

Nexus V versteht das V-Modell nicht als starre Zeitachse, sondern als Ontologie des Systemwissens.Mit Ontologie meine ich hier: eine explizite Beschreibung, welche Arten von Systemwissen es gibt (zum Beispiel Anforderungen, Funktionen, Komponenten, Risiken, Tests) und wie diese Wissenselemente zusammenhängen.Artefakte, Tests, Risiken und Code bilden in Nexus V einen gemeinsamen Wissensgraphen. Die Verbindungen in diesem Graphen sind nicht nur Traces, sondern explizite Entscheidungen und Verträge. Genau dieses Geflecht ist der Nexus – der Knotenpunkt, an dem das Systemwissen zusammenläuft. Daher der Name.


Der Kern von Nexus V in fünf Punkten

Bevor ich in die Details gehe, hier die fünf Eckpunkte, die Nexus V ausmachen:

  1. Traceability als Entscheidungs- und Vertragsnetz Traces sind nicht mehr nur Linien zwischen Artefakten, sondern Träger von Entscheidungen, Kontext und Commitments.

  2. Arbitrierung als zentrale Aktivität Jeder neue Zusammenhang im V repräsentiert eine bewusste Abwägung zwischen Optionen. Entscheidung und Trace gehören untrennbar zusammen.

  3. Rhizomatisches V mit Anchor Points Projekte starten an realen Ankerpunkten wie Legacy, Technologie, Normen oder Features. Das V verdichtet sich von dort aus, statt idealisiert von links nach rechts zu laufen.

  4. Governance über einen Wissensgraphen Mit dem Nexus Steward gibt es eine Rolle, die nicht Dokumente, sondern die Integrität des Entscheidungsgraphen verantwortet.

  5. Continuous Compliance als emergente Eigenschaft Auditfähigkeit entsteht als Sicht auf denselben Nexus, der die Entwicklung steuert, und nicht als separate Parallelwelt.

Diese fünf Aspekte sind alle einzeln anschlussfähig an vorhandene Praktiken. Das wirklich Neue entsteht im Zusammenspiel.


Warum ich eine neue Sicht auf das V-Modell gesucht habe

Ich arbeite seit vielen Jahren in regulierten Umfeldern wie der Automobilindustrie. Die Muster wiederholen sich:

  • Spezifikationen werden mit hohem Aufwand erstellt und verlieren im Projektverlauf den Anschluss an die Realität. Ich nenne das gern Spec Fiction.

  • Traceability wird aufgebaut, weil Normen und Assessments es verlangen. Im Alltag nutzt sie kaum jemand aktiv. Es entsteht ein Datenfriedhof.

  • Architekturentscheidungen entstehen in Workshops, finden ihren Weg in Folien und Mails und sind danach für neue Teammitglieder praktisch unsichtbar.

  • Das System verändert sich schleichend durch neue Anforderungen, Workarounds und Plattformzwänge. Die Architektur erodiert langsam im Hintergrund. Das ist der Silent Decay der Architektur.

Wir haben darauf mit vielen sinnvollen Einzelbausteinen reagiert:

  • MBSE und SysML, um Systemstruktur und Verhalten modellbasiert zu erfassen

  • Architecture Decision Records, um wichtige Entscheidungen explizit zu dokumentieren

  • Test Driven Development und Contract Based Design, um Tests als Verträge an Systemgrenzen zu definieren

Alle diese Elemente sind wertvoll. Aber sie bleiben oft nebeneinander stehen:

  • Das MBSE-Modell lebt in einem Tool.

  • ADRs liegen in einem Repo oder Wiki.

  • Tests und Testfälle leben in Testmanagement und CI.

  • Traceability steckt im ALM.

Was fehlt, ist eine integrierte Sicht, die all das als ein System begreift.Genau hier setzt Nexus V an.


V-Modell als Ontologie des Systemwissens

Der erste Perspektivwechsel ist vielleicht der wichtigste:Statt das V-Modell als Abfolge von Phasen zu lesen, betrachte ich es als Ontologie des Systemwissens – also als strukturiertes Bild davon, welche Wissensarten in der Entwicklung existieren und wie sie sich gegenseitig beeinflussen.

  • Links im V stehen dann nicht nur „frühe“ Artefakte, sondern bestimmte Arten von Wissen: Stakeholderziele, Anforderungen, Risiken, Sicherheitsargumente.

  • In der Mitte stehen Struktur- und Verhaltensentscheidungen, Architektur, Design, Partitionierung.

  • Rechts stehen Verifikations- und Validierungsartefakte, Tests, Nachweise, Berichte.

Dieses Wissen existiert nicht nur zu bestimmten Zeitpunkten. Es lebt über den gesamten Lebenszyklus. Die Frage ist:Wie modellieren wir dieses Wissen so, dass es zusammenhängend, durchsuchbar, nachvollziehbar und auditierbar wird?Die Antwort von Nexus V ist: Als Wissensgraph aus Knoten und Kanten.

  • Knoten sind Artefakte: Anforderungen, Funktionen, Komponenten, Risiken, Tests, Releases, Entscheidungen.

  • Kanten sind Beziehungen, zum Beispiel: „erfüllt“, „realisiert“, „absichert“, „begründet“, „erbt von“, „steht im Widerspruch zu“.

Bis hierhin könnte man sagen: Das erinnert an Digital Thread oder Knowledge Graph. Der entscheidende Schritt kommt jetzt.


Traceability als Entscheidungs- und Vertragsnetz

In den meisten Organisationen sind Traces passive Metadaten: A ist mit B verlinkt, weil es ein Prozess verlangt.In Nexus V sind Traces aktive Objekte:

  • Ein Trace steht für eine Entscheidung. Zum Beispiel: Diese Anforderung wird durch diese Funktion realisiert.

  • Er verkörpert einen Vertrag zwischen Artefakten. Zum Beispiel: Diese Architekturkomponente verpflichtet sich, dieses Verhalten bereitzustellen, das durch diese Tests abgesichert wird.

An die Kante gehören Informationen wie:

  • Welche Optionen wurden betrachtet?

  • Warum wurde genau diese Verbindung gewählt?

  • Welche Annahmen gelten?

  • Wer hat dem zugestimmt und wann?

Damit wird aus der klassischen Aussage „Requirement A ist getraced auf Test B“ die reichere Aussage:Wir haben entschieden, dass Requirement A durch Designoption X umgesetzt und durch Test B abgesichert wird. Die Entscheidung fiel aus Gründen 1, 2 und 3. Diese Personen haben zugestimmt.Traceability wird damit zum Entscheidungs- und Vertragsnetz und nicht zur Liste von Linien im Tool.


Rhizomatisches V und Anchor Points

Die zweite wichtige Beobachtung: Kaum ein Projekt startet wirklich so, wie das klassische V es suggeriert.In der Realität beginnen Systeme an Anchor Points:

  • ein bestehendes Steuergerät oder eine Plattform

  • eine neue Technologie, die gesetzt ist

  • eine harte regulatorische Forderung

  • ein besonders kritischer Use Case oder Safety Hazard

  • ein schon vorhandener Integrations- oder Systemtest

Das Wissen ist fragmentiert. Es gibt Inseln mit viel Inhalt und Lücken dazwischen.Hier hilft das Bild des rhizomatischen Wachsens: Ein Rhizom ist ein Wurzelgeflecht, das sich verzweigt, ohne eine zentrale Stammstruktur zu haben. Übertragen auf Systementwicklung bedeutet das:

  • Der Nexus entsteht um diese Anchor Points herum.

  • Neue Artefakte werden ergänzt, Lücken geschlossen, Zusammenhänge im Entscheidungsgraph verdichtet.

  • Das V ist nicht die perfekte Prozessfolie, sondern die Struktur, die aus echten Wissensinseln heraus entsteht.

Das ist ein anderer Anspruch als: „Wir müssen am Anfang alles vollständig beschreiben, sonst geht es nicht weiter.“Stattdessen lautet die Frage:Wo ist unser aktueller Nexus am dichtesten, wo sind wir blind und welche Entscheidungen fehlen dort?


Arbitrierung und Decision Records

Wenn Traces Verträge sind, brauchen wir ein klares Objekt für die Entscheidung selbst:Das sind die Decision Records im Nexus.Ein Decision Record umfasst typischerweise:

  • Kontext

  • betrachtete Optionen

  • Kriterien und Bewertung

  • gewählte Option und Begründung

  • betroffene Artefakte im Nexus

  • Beteiligte und Commitment

Wichtig ist die Kopplung:

  • Decision Records hängen nicht in der Luft,

  • sondern sind direkt mit den Kanten verbunden, die Artefakte verbinden.

Jede neue Verbindung im V wird damit zu einer Arbitrierung. Mit Arbitrierung meine ich hier eine bewusste, strukturierte Abwägung zwischen Optionen – nicht einfach „jemand entscheidet mal schnell“, sondern eine dokumentierte Wahl mit nachvollziehbarer Begründung.

  • Wir wägen Anforderungen, Risiken, Kosten, Termine und technische Zwänge ab.

  • Wir treffen eine Entscheidung.

  • Wir manifestieren sie im Nexus.

Arbitrierung wird damit von einer impliziten Aktivität in Meetings zu einem sichtbaren, wiederkehrenden Muster in der Entwicklung.


Governance über den Nexus: Die Rolle des Nexus Stewards

Wenn der Nexus ein Entscheidungsgraph ist, stellt sich die Frage: Wer achtet auf seine Qualität?Hier kommt die Rolle des Nexus Stewards ins Spiel.Der Nexus Steward ist weder klassischer Projektleiter noch reiner Systems Engineer. Er oder sie:

  • definiert und pflegt die Ontologie des Nexus,

  • moderiert wichtige Arbitrierungen,

  • achtet darauf, dass Decision Records konsistent, verständlich und auffindbar sind,

  • beobachtet, wo der Nexus Löcher, Inseln oder Widersprüche hat.

Governance findet damit auf der Ebene der Beziehungen statt:

  • Nicht nur: „Gibt es ein Dokument?“

  • Sondern: „Ist die Entscheidung, die dieses Dokument implizit behauptet, im Nexus verankert und nachvollziehbar?“

In regulierten Umfeldern ist das besonders wertvoll, weil viele Anforderungen aus Normen nicht nur Inhalt fordern, sondern Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen.


Continuous Compliance als Sicht auf denselben Nexus

Auch wenn ich in diesem Artikel bewusst nicht in ROI-Rechnungen gehe, ist ein Punkt konzeptionell wichtig:In vielen Organisationen gibt es faktisch zwei Welten:

  1. die Welt der Entwicklungsteams, in der gearbeitet wird

  2. die Welt der Audits, Assessments und Safety Cases, in der nachträglich geordnet wird

Nexus V versucht diese Trennung aufzulösen, indem:

  • Entwicklungsarbeit und Entscheidungsdokumentation im selben Wissensgraph stattfinden,

  • Nachweise, Argumentationsketten und Assessments nicht in separaten Strukturen gepflegt werden,

  • sondern als Sichten auf denselben Nexus.

Compliance wird damit nicht leichter im Sinne von „weniger streng“, aber sie wird integrierter:Continuous Compliance ist eine emergente Eigenschaft eines gut gepflegten Nexus, nicht ein Sonderzustand am Projektende.Für mich ist das ein wichtiger Teil der neuen Interpretation des V-Modells in regulierten Industrien.


Warum das einen eigenen Namen verdient

Ist das alles komplett neu? Nein. Und das ist mir wichtig zu betonen.Nexus V baut bewusst auf bekannten Konzepten auf:

  • V-Modell in regulierten Umfeldern

  • MBSE und SysML

  • Architecture Decision Records

  • Test Driven Development und Contract Based Design

  • Traceability, wie sie viele Normen und Reifegradmodelle fordern

Das Neue entsteht dadurch, dass ich diese Elemente als System begreife:

  • das V als Ontologie des Systemwissens

  • Traces als Träger von Entscheidungen und Verträgen

  • Arbitrierung als explizite, wiederkehrende Aktivität

  • ein Wissensgraph, über den Governance betrieben wird

  • Continuous Compliance als Sicht auf denselben Nexus

Wenn sich die Interaktionen ändern, entsteht ein neues Verhalten des Gesamtsystems. Genau das beobachte ich in der konzeptionellen Arbeit an Nexus V.Darum habe ich mich entschieden, diesem Ansatz einen eigenen Namen zu geben:Nexus V als Bezeichnung für eine integrierte, entscheidungszentrierte Sicht auf das V-Modell in regulierten Industrien.


Einladung zum Austausch

Dieser Artikel ist ein erster Einblick in mein Denken zu Nexus V. Er ersetzt keine Detaildokumentation und keine Implementierung, aber er markiert einen Standpunkt:

  • Wir müssen in regulierten Umfeldern nicht alles neu erfinden.

  • Wir können bestehende Konzepte so miteinander verknüpfen, dass ein neues Ganzes entsteht.

  • Dieses Ganze stellt Entscheidungen, Verträge und ihren Kontext in den Mittelpunkt.

Wenn du in einem Umfeld arbeitest, in dem V-Modell, Normen, Safety, Traceability und Agilität miteinander ringen, dann interessiert mich deine Sicht:

  • Wo erkennst du diese Muster wieder?

  • Wo stellst du dir einen entscheidungszentrierten Ansatz hilfreich vor?

  • Welche Erfahrungen hast du mit ähnlichen Konzepten gemacht?

Schreib mir gern eine Nachricht. Nexus V ist für mich kein abgeschlossenes Dogma, sondern ein Rahmen, der durch Praxis besser wird.


SysML v2: Mehr Präzision statt Simplifizierung – warum das gut ist (und welchen Preis wir zahlen)


TL;DR

SysML v2 erhöht Formalisierung und Präzision. Das bringt uns, erkenntnistheoretisch gedacht, näher an belastbare Aussagen über Systeme: Wir können den Gegenstand aus mehreren Perspektiven genauer beschreiben und prüfen. Das reduziert die Komplexität als solche nicht, macht sie aber bearbeitbarer: durch klare Abstraktionsebenen, nachvollziehbare Beziehungen und maschinenprüfbare Aussagen. Der Preis sind eine steile Lernkurve und mehr Verantwortung in der Tool‑Schicht. Entscheidend bleibt ein gemeinsames Vokabular und menschenlesbare Repräsentationen aus dem Modell.

  • Wo erkennst du diese Muster wieder?

  • Wo stellst du dir einen entscheidungszentrierten Ansatz hilfreich vor?

  • Welche Erfahrungen hast du mit ähnlichen Konzepten gemacht?


Warum SysML v2 für mich ein Schritt Richtung „Wahrheit“ ist

Ingenieurarbeit ist Annäherung: Je präziser wir beschreiben, desto besser werden unsere Fragen und die deren Antworten. SysML v2 liefert dafür die Mittel: explizite Typen, Beziehungen, Constraints, API‑Zugriff. Das ist nicht mehr "Zeichnen", sondern Erkenntnisarbeit: weniger Deutungslücken, mehr prüfbare Behauptungen. Wichtig: SysML v2 ist kein Allheilmittel. Es bringt uns näher an robuste Aussagen, ersetzt aber nicht die Realität.


Abstraktion: Gewinn und Preis

Abstraktion hilft, große Systeme zu strukturieren. Gleichzeitig schafft sie Abstand zu darunter liegenden Details. In der Software ist das normal. Im Systems Engineering ist der Abstand naturgemäß größer, weil unsere „Laufzeit“ die Welt ist (Physik, Nutzung, Lieferkette, Zeit). Mein Punkt: SysML v2 beseitigt das Black‑Box‑Risiko nicht, es begrenzt es, indem Intention, Annahmen, Randbedingungen und Evidenz sichtbar und prüfbar gemacht werden.


Product‑Features, Eigenschaften und Capabilities

In meiner Denktradition beginne ich beim Produktversprechen:

  • Product‑Feature: technologie‑neutral aus Kundensicht („Was soll der Nutzen sein?“).

  • Eigenschaften (Leistung, Quality‑ und Regulatory‑Aspekte): messbare Erwartungen und Pflichten.

  • Capability: ergibt sich aus der Kombination von Product‑Feature und Eigenschaften. Sie beschreibt, wozu das Produkt in der Welt befähigt ist.

Hinweis zur Benennung im Modell: Weil „feature“ in SysML v2 bereits anders belegt ist, können ProductFeature, PerformanceAttribute, QualityAttribute und RegulatoryAttribute als eigene Domänen‑Typen verwendet werden. Das hält die Semantik sauber.

Beispiel Heckklappe

  • Product‑Feature: „Heckklappe öffnen“

  • Eigenschaften (Auszug): „Öffnungszeit ≤ 1,5 s“, „MTBF ≥ … Stunden“, „Einklemmschutz gemäß gesetzlichen Vorgaben“

  • Capability: „Schnelles, sicheres Öffnen der Heckklappe unter definierten Bedingungen“


Von Product‑Feature zu Funktion und Varianten

Aus Product‑Feature + Eigenschaften leiten sich Funktionen ab (nicht mehr technikneutral). Für die Heckklappe z. B.:

  • Mechanisch per Griff

  • Elektrisch per Fernbedienung

  • „Kick“-Sensor unter dem Stoßfänger

Varianten bleiben beherrschbar, wenn Schnittstellen stabil sind und Unterschiede parametrisiert werden, statt Klassen zu vervielfachen. So entstehen Kataloge (Product‑Features, Eigenschaften, Funktionen), aus denen sich Konfigurationen zusammenstellen lassen. Wie Bibliotheken in der Software.


Vier Ebenen im SysML‑v2‑Modell

  1. Intent‑Schicht: ProductFeature, Eigenschaften (Performance/Quality/Regulatory), Use‑Cases.

  2. Funktionale Schicht: Was das System tut (Zustände, Aktionen, Sequenzen).

  3. Logische Schicht: technologiearme Struktur (Rollen wie Controller, Sensor, Schnittstellen).

  4. Physische Schicht: reale Komponenten, Stückliste, konkrete Ports.

Explizite Relationen sorgen für Nachvollziehbarkeit:

  • ProductFeature/Eigenschaft → Requirement: refine

  • Requirement → Funktion: derive/trace

  • Funktion → Logik/Physik: perform/realize

  • Komponente → Requirement: satisfy

  • Constraint/Test → Requirement: verify

Diese Kette macht Aussagen prüfbar für Qualität, Compliance, Safety, Security, Materialqualität, Supply‑Themen und mehr.


Kommunikation: Sichten statt PowerPoint‑Kopie

Ein Großteil jedes Projekts ist Kommunikation. Statt statischer Folien arbeiten wir am Live‑Modell und erzeugen Sichten für die aktuelle Fragestellung – deterministisch, wiederholbar, versionierbar:

  • Product‑Feature‑Narrativ: Nutzen, relevante Requirements, aktive Funktionsvariante, betroffene Teile, Evidenz.

  • Variant‑Delta: zeigt nur Unterschiede zwischen Konfigurationen.

  • Allocate‑Sicht: Funktion ↔ logische und physische Elemente inkl. Schnittstellen.

  • Evidence‑Sicht: Satisfy/Verify‑Kette für Audits.

Vorteil: Keine zweite Wahrheit neben dem Modell. Wer tiefer oder höher gehen will, kann drill‑down/drill‑up machen, ohne Medienbruch.


Lernkurve und die „Priesterschaft“ – warum Tools die Brücke sind

Die Lernkurve ist hoch. Nicht jede/r wird die komplette SysML‑Syntax beherrschen. Das ist realistisch. Tools werden zur Benutzeroberfläche des Modells:

  • Kontrollierte Sprache (Controlled Natural Language, CNL): bewusst eingeschränkte, formal strukturierte Satzmuster mit festen Slots (z. B. „[Komponente] soll [Eigenschaft] [Grenzwert] unter [Bedingung] erfüllen.“). Diese Texte binden direkt an Modellobjekte und sind dadurch maschineninterpretierbar und für Menschen lesbar.

  • Typisierte Formulare mit Einheiten- und Bereichsprüfungen.

  • LLM als Vorschlagsmotor: Freiform‑Eingabe → prüfbarer Änderungs‑Patch; Übernahme nur nach menschlicher Bestätigung im Formular.

  • Semantische Diffs: „1,5 s → 1,3 s“ statt Rohsyntax.

Wunsch an die Sprachebene: Reine SysML‑„Dokumentations‑Strings“ können heute keine Modellvariablen dynamisch einbetten. Deshalb braucht es generierende Views/Templates, die Text aus Modellwerten rendern (Anker statt Kopien). So bleibt es konsistent und gut lesbar.


Governance als Pflege der Bedeutung

Wenige, kanonische Sichten statt Wildwuchs, Pre‑Merge‑Prüfungen (Typen, Einheiten, vollständige Traces, ...), klar geregelte Aktionen (Grenzwertänderungen, Variantenfreigaben, Safety‑Entscheide). Das ist keine Bürokratie, sondern die Betriebssicherheit der Modellbedeutungen.


Was SysML v2 nicht ist – und warum das okay ist

SysML v2 macht Systeme nicht automatisch einfacher. Es macht Aussagen schärfer, Beziehungen explizit, Varianten beherrschbar und Kommunikation kohärenter. Die Welt bleibt widerspenstig. Genau deshalb brauchen wir eine Sprache, die präzise ist und Evidenz mitliefert.


Schluss

Für mich ist SysML v2 ein Präzisionswerkzeug. Es bringt uns näher an belastbare Aussagen, weil Product‑Features und Eigenschaften gemeinsam Capabilities definieren und sich bis zu Funktionen, Architektur und Hardware durchverfolgen lassen. Der Gewinn: eine kommunizierbare, prüfbare Kette vom Produktversprechen bis zur verifizierten Umsetzung.